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FemPhyllo™ - Rezepturgrundlage für die Herstellung mukoadhäsiver Vaginalfilme

Vaginalfilme sind eine innovative Darreichungsform für die lokale vaginale Arzneimitteltherapie und erweitern das Spektrum klassischer Rezepturen um eine moderne Alternative zu Cremes, Gelen und Ovula. Die dünnen, flexiblen Arzneifilme haften an der Vaginalschleimhaut und ermöglichen eine gezielte lokale Wirkstofffreisetzung. Durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten gewinnen Vaginalfilme zunehmend an Bedeutung für patientenindividuelle Therapiekonzepte.

Mit FemPhyllo™ erhalten Apotheken eine gebrauchsfertige Rezepturgrundlage zur Herstellung mukoadhäsiver Vaginalfilme. Sie ermöglicht die einfache und reproduzierbare Herstellung dieser innovativen Darreichungsform im Apothekenlabor und erweitert die Möglichkeiten der patientenindividuellen Rezepturherstellung – insbesondere dann, wenn Standardtherapien, verfügbare Fertigarzneimittel oder bestehende Darreichungsformen den therapeutischen Anforderungen nicht ausreichend gerecht werden. 

Arbeitshilfen und Downloads für die Herstellung mit FemPhyllo™

Hier finden Sie direkt alle unsere Arbeitshilfen, Downloads und weitere nützliche Informationen zur Verarbeitung von FemPhyllo™

Allg. Dokumente

Eine neue Darreichungsform für die lokale vaginale Therapie

Vaginalfilme als Alternative zu Cremes und Ovula

Mukoadhäsive Vaginalfilme sind dünne, flexible Arzneifilme zur lokalen vaginalen Applikation. Nach dem Einführen haften sie an der Vaginalschleimhaut und setzen den Wirkstoff gezielt am Wirkort frei.

Im Vergleich zu herkömmlichen Cremes, Gelen und Ovula zeichnen sich mukoadhäsive Vaginalfilme durch eine verlängerte Verweildauer, eine gezielte lokale Wirkstofffreisetzung und eine saubere Anwendung ohne Auslaufen aus. Dadurch können sie die Therapieadhärenz verbessern. Gleichzeitig ermöglichen Vaginalfilme flexible, patientenindividuelle Dosierungen. Die gezielte lokale Wirkstofffreisetzung und die verlängerte Verweildauer auf der Vaginalschleimhaut machen mukoadhäsive Vaginalfilme zu einer vielversprechenden Darreichungsform für individuelle Rezepturen. 

FemPhyllo™

Rezepturgrundlage für mukoadhäsive Vaginalfilme

FemPhyllo™ ist eine gebrauchsfertige Rezepturgrundlage für die Herstellung mukoadhäsiver Vaginalfilme in der Apotheke. Die speziell auf den vaginalen pH-Wert abgestimmte Filmgrundlage ermöglicht die einfache und reproduzierbare Herstellung patientenindividueller Rezepturen in Kombination mit dem FagronLab™ FILM-Rx™. Je nach Filmeinheit lassen sich Wirkstoffdosierungen bis 100 mg flexibel umsetzen.

FemPhyllo™ wurde klinisch getestet¹ und bietet damit eine wissenschaftlich untersuchte Grundlage für die Herstellung mukoadhäsiver Vaginalfilme in der Apotheke.

  1.  Marianni B, Silva CCV, Koulouridas S, Polonini H. Exploring the Safety and Compatibility of a Ready-to-Use Vaginal Film Vehicle for Drug Delivery: A Clinical Assessment. Advances in Reproductive Sciences 2025;13:105-114. doi:10.4236/arsci.2025.133009

Alle Vorteile auf einen Blick

Gebrauchsfertige Grundlage

An den vaginalen pH angepasste Formulierung

Starke mucoadhäsive Eigenschaften 

Mehrere Wirkstoffe pro Film möglich (Multi-Layer)

Flexible Dosierung bis 100 mg pro Filmeinheit 

Diskrete und komfortable Anwendung ohne Applikator

Frei von Parabenen, Natriumlaurylsulfat, Propylenglykol und Alkohol

Das Wirkprinzip

Mukoadhäsive Wirkstofffreisetzung

Mukoadhäsive Vaginalfilme dienen als lokales Wirkstoffdepot und ermöglichen eine gezielte Wirkstofffreisetzung direkt am Wirkort. Nach der Applikation haftet der Film an der Vaginalschleimhaut und wird durch das natürliche Vaginalsekret hydratisiert. Dabei quillt die Filmstruktur auf, wodurch der eingearbeitete Wirkstoff kontrolliert freigesetzt wird. Die mucoadhäsiven Eigenschaften sorgen dafür, dass der Film über einen längeren Zeitraum an der Schleimhaut verbleibt und nicht unmittelbar entfernt oder ausgeschwemmt wird. Dadurch kann der Wirkstoff lokal verfügbar gehalten und über einen definierten Zeitraum kontinuierlich abgegeben werden. Im Gegensatz zu konventionellen Darreichungsformen steht somit nicht eine kurzzeitige Freisetzung, sondern eine verlängerte lokale Wirkstoffabgabe aus einem haftenden Depot im Vordergrund. Je nach Wirkstoff und Formulierung kann dies zu einer verbesserten lokalen Verfügbarkeit und einer erhöhten Anwendungsfreundlichkeit beitragen.

Anwendungsbeispiele und geeignete Wirkstoffe

Vaginale Trockenheit

Angenehme Anwendung feuchtigkeitsspendender und pflegender Rezepturen bei vaginaler Trockenheit und Reizungen.

Beispiele: Estriol

Vaginale Atrophie

Lokale Rezepturen bei östrogenbedingten Veränderungen der Vaginalschleimhaut.

Beispiele: Estriol

Vaginalinfektionen

Lokale Therapie mit Antiinfektiva bei bakteriellen oder mykotischen Vaginalinfektionen.

Beispiele: Clindamycin, Clotrimazol, Metronidazol

Hormontherapie

Lokale Applikation von Hormonen für die individuelle Therapie.

Beispiele: DHEA, Testosteron, Estradiol

Lokale Schmerzlinderung

Gezielte Anwendung zur lokalen Behandlung von Schmerzen oder Krämpfen.

Beispiele: Benzocain oder Miodesin

Kombinations-rezepturen

Individuelle Wirkstoffkombinationen und Dosierungen in einer Rezeptur.

Das Herstellungsprinzip mit dem FagronLab™ FILM-Rx™ im Überblick

1. Mischen
FemPhyllo™ wird zusammen mit Wirkstoff(en) und weiteren Rezepturbestandteilen homogen vermischt. Damit keine Lufteinschlüsse entstehen, wird empfohlen den FagronLab™ PM140 Planetenmischer zu nutzen.

2. Ausgießen
Die Filmmasse wird mithilfe des FILM-Rx™ Applikators kontrolliert und in definierter Schichtdicke auf die Glasplatte aufgetragen.

3. Trocknen
Der Trocknungsprozess kann in einem belüfteten Trockenschrank oder über Nacht bei Raumtemperatur durchgeführt werden. 

4. Zuschneiden
Mit dem FILM-Rx™ Cutter werden die Filmeinheiten in definierter Größe ausgeschnitten. Danach können die einzelnen Filme vorsichtig von der Glasplatte entfernt und mit Hilfe eines Trennpapiers sicher verpackt werden.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten der lokalen Therapie auch bei vaginaler Trockenheit

Vaginalfime als Erweiterung der gynäkologischen Rezepturen

Mucoadhäsive Vaginalfilme bieten eine moderne und komfortable Alternative zu klassischen vaginalen Darreichungsformen. Sie haften zuverlässig an der Vaginalschleimhaut und ermöglichen eine diskrete Anwendung – ganz ohne Applikator. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Formulierungen sind sie nicht auf eine größere Menge Vaginalsekret angewiesen, um ihre Funktion zu entfalten. Dadurch eignen sich Vaginalfilme besonders auch für Patientinnen mit vaginaler Trockenheit, bei denen Cremes, Gele oder Ovula in der Anwendung häufig als weniger angenehm empfunden werden.

Dank der flexiblen Dosierbarkeit und der lokalen Wirkstofffreisetzung lassen sich Vaginalfilme individuell an unterschiedliche therapeutische Anforderungen anpassen und eröffnen neue Möglichkeiten für patientenindividuelle Rezepturen in der Gynäkologie.

Mögliche Einsatzbereiche umfassen unter anderem:

  • Lokale Antiinfektiva zur Behandlung vaginaler Infektionen
  • Antimykotische Rezepturen bei vaginalen Pilzinfektionen
  • Hormonhaltige Rezepturen, z. B. für lokale Östrogentherapien
  • Feuchtigkeitsspendende und pflegende Rezepturen bei vaginaler Trockenheit
  • Regenerative Rezepturen zur Unterstützung der Vaginalschleimhaut
  • Kombinationsrezepturen mit individuell angepassten Wirkstoffen und Dosierungen
  • Patientenindividuelle Rezepturen, wenn keine geeigneten Fertigarzneimittel verfügbar sind oder eine alternative Darreichungsform gewünscht wird

Durch ihre einfache, diskrete und anwenderfreundliche Anwendung können Vaginalfilme die Akzeptanz der lokalen Therapie unterstützen und das Spektrum moderner Rezepturen in der Apotheke sinnvoll erweitern.

Vaginale Trockenheit – ein häufiger Beratungsanlass in der Apotheke

Vaginale Trockenheit kann Frauen in jeder Lebensphase betreffen und zählt zu den häufigen Beratungsthemen in der Apotheke. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen unter anderem:

  • Wechseljahre und Hormonmangel
  • Schwangerschaft und Zeit nach der Geburt
  • Hormonelle Kontrazeption (z. B. Antibabypille)
  • Nach der Menstruation
  • Antibiotikatherapien
  • Nach einer Pilzbehandlung
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr

 

Je nach Ursache reichen Standardtherapien nicht immer aus. Patientenindividuelle Rezepturen ermöglichen eine gezielte Anpassung an die Bedürfnisse der Patientin. Mucoadhäsive Vaginalfilme bieten dabei eine komfortable Alternative zu Cremes, Gelen und Ovula, da sie zuverlässig an der Schleimhaut haften und auch bei geringer Befeuchtung der Vaginalschleimhaut angewendet werden können.

American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG): Experiencing Vaginal Dryness? Here’s What You Need to Know. Online verfügbar unter: https://www.acog.org/womens-health/experts-and-stories/the-latest/experiencing-vaginal-dryness-heres-what-you-need-to-know

Vaginale Atrophie – wenn die Vaginalschleimhaut Unterstützung benötigt

Vaginale Atrophie ist eine häufige Folge eines Östrogenmangels und geht mit einer Ausdünnung, verminderten Elastizität und reduzierten Befeuchtung der Vaginalschleimhaut einher. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und können die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Typische Symptome sind:

  • Vaginale Trockenheit
  • Brennen und Juckreiz
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • Reizungen der Vaginalschleimhaut
  • Wiederkehrende Harnwegs- oder Vaginalbeschwerden

 

Nicht jede Patientin profitiert von einer Standardtherapie. Patientenindividuelle Rezepturen ermöglichen eine gezielte Anpassung der lokalen Therapie an die individuellen Bedürfnisse. Mucoadhäsive Vaginalfilme bieten dabei eine moderne Darreichungsform, die den Wirkstoff direkt an der Vaginalschleimhaut freisetzt und durch ihre angenehme, diskrete Anwendung das Spektrum klassischer Rezepturen sinnvoll erweitert.

Portman DJ, Gass ML; Vulvovaginal Atrophy Terminology Consensus Conference Panel. Genitourinary syndrome of menopause: new terminology for vulvovaginal atrophy from the International Society for the Study of Women’s Sexual Health and the North American Menopause Society. Menopause. 2014 Oct;21(10):1063-8. doi: 10.1097/GME.0000000000000329. PMID: 25160739.

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